Metallisierung

Für Barriere, Reflexion, Abschirmung oder optische Effekte

silberne funktionale folien auf großer rolle für roll coating und metallisierung bei dunmore

Wir metallisieren Kunststofffolien, Papiere und Vliesstoffe für industrielle Anwendungen und integrieren diesen Prozess in unsere Material- und Schichtsysteme aus Vorbehandlung, Beschichtung, Laminierung und Konfektionierung.

Vakuum-Metallisierung

Dünne Schicht. Breites Eigenschafts­spektrum.

Vakuum-Metallisierung, beziehungsweise die thermische Verdampfung im Vakuum (PVD), ist das industrielle Standardverfahren, um Metall gleichmäßig auf laufende Bahnware aufzubringen. Das Metall wird im Vakuum verdampft und kondensiert als hauchdünne, homogene Schicht auf dem Substrat. Die Schichtdicke bestimmt dabei, welche Eigenschaften entstehen: Von teilweise transparent bis vollständig opak, von leichter Barrierewirkung bis Full Blackout.

Aluminium ist das dominierende Metall – wegen seiner Verfügbarkeit, Wirtschaftlichkeit und seiner kombinierten Wirkung aus Reflexion und Barriere. Für spezifische elektrische oder optische Anforderungen kommen Kupfer und Zinn zum Einsatz.

Dunmore realisiert sowohl vollflächige als auch gestreifte Metallisierung. Über Transfer-Technologie lassen sich metallische Effekte auf Substrate übertragen, die sich nicht direkt metallisieren lassen. Jede Variante wird auf das Substrat, die Folgeprozesskette und die Endanwendung abgestimmt – nicht als isolierter Schritt, sondern als Teil eines integrierten Materialaufbaus.

mitarbeiter bei dunmore spezialisten für vakuum und kunststoff metallisierung
nahaufnahme einer folie metallisierung bei dunmore europe
Prozesssicherheit

Metallisierung als Teil der Prozesskette

Systemdenken statt Einzelschritt

Metallisierung bei Dunmore beginnt nicht an der Vakuumanlage. Vorbehandlung, Primerbeschichtung, Metallisierung, Schutzlack und Laminierung werden aufeinander abgestimmt. Das reduziert Risiken wie Delamination, Schichtbeschädigung und Barrierelücken.

Kontrollierte Schichtqualität

Gleichmäßige Schichtdicke, stabile Haftung und reproduzierbare Barrierewerte entstehen nicht zufällig. Prozesskontrolle über die gesamte Bahnbreite, definierte Vorbehandlung und abgestimmte Folgeschritte sichern die Materialeigenschaften im Serienprozess.

Vom Muster bis zur Serie

Entwicklungsprojekte starten mit Machbarkeitsanalyse, Labormustern und Validierungsläufen. Erst wenn das Material die Anforderungen erfüllt, geht es in die Serienproduktion – mit dokumentierter Prozesskette und definierten Qualitätsparametern.

Materialien & Substrate

Material-Zusammensetzung und ihre Eigenschaften

  • Kunststofffolien

    PET, PP, PE, PEEK und Spezialfolien

    Dunmore metallisiert Kunststofffolien wie PET, PP und PE sowie weitere Spezialfolien. Die geeignete Kombination aus Substrat, Metallschicht und nachfolgenden Prozessen richtet sich nach der vorgesehenen Funktion und Anwendung.

  • Papier und Nonwoven

    Nachhaltige Barriereanwendungen

    Auch Papier und Nonwoven können als Trägermaterialien für die Metallisierung eingesetzt werden. In Kombination mit Beschichtungen und Laminierungen entstehen daraus mehrschichtige Aufbauten für papierbasierte Barriere-Lösungen, Reflexion oder Oberflächenwirkung.

  • Aluminium

    Kombination aus Barriere und Reflexion

    Aluminium ist das dominierende Metall für die Metallisierung. Es ist gut verfügbar und verbindet Wirtschaftlichkeit mit hoher Reflexion und guter Barrierewirkung. Die Metallschicht kann Sauerstoff und Wasserdampf reduzieren sowie Licht und Infrarotstrahlung reflektieren.

  • Kupfer und Zinn

    Elektrische und optische Spezialanwendungen

    Kupfer ermöglicht elektrische Leitfähigkeit und elektromagnetische Abschirmung. Zinn wird für spezifische optische oder funktionale Anforderungen eingesetzt, wo Aluminium an seine Grenzen stößt.

  • Vollflächige und strukturierte Schichten

    Flächige, partielle oder gestreifte Metallisierung

    Die Metallschicht kann vollflächig, partiell oder gestreift ausgeführt werden. Auch Transfer-Technologie und Splitting gehören zum verfügbaren Spektrum. Die Ausführung wird auf die gewünschte Barriere, Reflexion, Optik oder Abschirmung abgestimmt.

Von der Verpackung bis zur Satellitenisolierung

Wo Metallisierung zum Einsatz kommt

Metallisierte Materialien sind überall dort gefragt, wo Barriere, Reflexion oder Abschirmung in einem dünnen, flexiblen Aufbau gefordert werden. Das Spektrum reicht von Lebensmittelverpackungen mit strengen Barriereanforderungen über reflektierende Isolationssysteme in der Luft- und Raumfahrt bis zu Blackout-Materialien für Sonnenschutzsysteme und Kondensatorfolien in der Elektronik. Überall dort, wo Gewicht und Dicke zählen, ersetzt eine metallisierte Folie massivere Konstruktionen.

Kontakt

Ihre Anforderungen besprechen

Ob Standardsubstrat oder Spezialentwicklung – sprechen Sie mit unserem technischen Vertrieb über Ihre Anforderungen. Wir klären Machbarkeit, Substrateignung und mögliche Prozesskombinationen direkt und ohne Umwege.

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Ihre Ansprechpartner

Team Dunmore Europe

    kontakt@dunmore.de

FAQ

Häufige Fragen zur Metallisierung

Metallisierung bezeichnet das Aufbringen sehr dünner Metallschichten auf flexible Trägermaterialien wie Kunststofffolien, Papier oder Vliesstoffe. Das Ergebnis ist kein massives Metall, sondern eine hauchdünne, funktionale Schicht – typischerweise im Nanometerbereich – die dem Substrat gezielte Eigenschaften verleiht: Barriere gegen Sauerstoff und Wasserdampf, Reflexion von Licht und Wärmestrahlung, metallische Optik oder elektrische Leitfähigkeit. Je nach Schichtdicke reicht das Spektrum von leicht metallisch-transparent bis vollständig opak.

Das industriell dominierende Verfahren ist die thermische Vakuumverdampfung (PVD – Physical Vapour Deposition): Das Metall wird im Hochvakuum erhitzt, verdampft und kondensiert als gleichmäßige Schicht auf der laufenden Kunststofffolie. Für sehr präzise Spezialanwendungen mit höheren Anforderungen an Schichthomogenität oder Haftung kann Sputtern eingesetzt werden. Substrate, die sich nicht direkt im Vakuumverfahren metallisieren lassen, werden über Transfer-Technologie mit einer Metallschicht versehen – dabei wird die Metallschicht von einer Hilfsfolie auf das Zielsubstrat übertragen.

Bei der thermischen Vakuumverdampfung wird das Metall in einer Hochvakuumkammer auf seinen Verdampfungspunkt erhitzt. Die Metalldampfwolke kondensiert auf der laufenden Substratbahn und bildet dort eine dünne, gleichmäßige Schicht. Entscheidend für die Qualität sind Vakuumniveau, Verdampfungsrate, Bahngeschwindigkeit und die Vorbehandlung des Substrats – eine ausreichende Oberflächenenergie ist Voraussetzung für stabile Haftung. Die Schichtdicke lässt sich über Prozessparameter gezielt steuern.

Aluminium vereint mehrere Vorteile, die für industrielle Metallisierung entscheidend sind: Es ist gut verfügbar, wirtschaftlich im Einsatz, lässt sich im Vakuum problemlos verdampfen und erzeugt bereits bei sehr dünnen Schichten eine wirksame Barriere gegen Sauerstoff und Wasserdampf. Gleichzeitig reflektiert es Licht und Infrarotstrahlung effektiv. Kein anderes Metall bietet diese Kombination aus Barrierewirkung, Reflexionsgrad und Prozesseignung zu vergleichbaren Kosten. Kupfer und Zinn kommen dort zum Einsatz, wo spezifische elektrische oder optische Anforderungen Aluminium an seine Grenzen bringen.

Das Anwendungsspektrum metallisierter Materialien ist breit. In der Verpackung schützen metallisierte Folien Lebensmittel und empfindliche Produkte vor Sauerstoff, Feuchtigkeit und Licht. In der Wärmedämmung und Isolation reflektieren sie Infrarotstrahlung – in Gebäuden, Window-Spacer-Systemen und Aerospace-Anwendungen bis hin zur Satellitenisolierung. Sonnenschutz- und Blackout-Systeme nutzen metallisierte Schichten zur kontrollierten Steuerung von Licht und Wärmeeintrag. Weitere Einsatzfelder sind hochwertige Labels und Dekorfolien, Kondensatoren und Elektronikanwendungen sowie medizinisches Wärmemanagement.